Architektentag diskutierte
Europas Perspektiven

Stand und Perspektiven der europäischen Einigungsbemühungen waren zentrales Thema beim „Architektentag 2013“, den die Architektenkammer NRW am 28. November in Düsseldorf ausrichtete. „Architekten bauen Europa – baut Europa auf Architekten?“ lautete das Motto des Abends.

300 Mitglieder diskutierten dort u. a. Vorträge des Professors und früheren EU-Kommissars Günter Verheugen und des Bundesverfassungsrichters a.D. Udo di Fabio sowie die Ergebnisse einer Podiumsdiskussion von Europapolitikern aus dem NRW-Landtag. Schon in der Begrüßung durch NRW-Architektenpräsident Ernst Uhing kam ein Hauptmotiv der Debatte ans Licht: Uhing warnte vor übereifrigem Bürokratismus aus Brüssel. Dass dort beispielsweise eine Architektenausbildung mit fünfjährigem Studium, aber ohne den Nachweis praktischer Erfahrung erwogen werde, kritisierte Uhing scharf. Auch Verheugen und di Fabio warnten vor einer EU, die von der Exekutive vorangetrieben werde. Um so erfreulicher empfanden viele Zuhörer, dass die Bundesarchitektenkammer derzeit plant, ihr EU-Verbindungsbüro in Brüssel neu zu organisieren, um Interessen des Berufsstandes und seiner Kunden zur Geltung zu bringen. Die Architektenkammer NRW bot dazu praktische Unterstützung an.

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